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Das Office nach Corona –
So könnte Covid-19 unsere Arbeitswelt verändern.

 

Das fragen wir uns alle: Wie wird es danach sein?

Die Corona-Krise hat uns alle getroffen, wochenlang hat es kaum ein andere Thema auf die Titelseiten geschafft. Viele Unternehmen, Familien und Betroffene mussten harte Einschnitte hinnehmen.

In dieser Phase hat sich auch das Arbeitsleben fundamental geändert. Home Office gehört zu den am häufigst gegoogelten Begriffen im Frühjahr.  Officecenter und Bürokomplexe standen nahezu leer. Autobahnen waren plötzlich staufrei, mangels Pendlern. Und vieles mehr.

Doch was davon bleibt?
Was haben wir über unsere Arbeitswelt gelernt?
Wie werden unsere Büros aussehen, wenn ein Impfstoff gefunden und die Krise überwunden ist?

Wir zeichnen hier ein mögliches Szenario, mit Denkanstößen und Möglichkeiten, wie Sie sich vorbereiten können.

1. Unternehmen wollen in Zukunft vorbereitet sein.

Einige namhafte Wissenschaftler stützen die These, dass Covid-19 nicht der letzte mutierte Virus sein könnte, der die Welt zu ähnlichen Maßnahmen zwingt. Unternehmen werden sich daher in Zukunft besser vorbereiten und Ihre Arbeitskräfte, soweit möglich, unabhängig von einem festen Standort machen.

2. „Wir werden nicht zurück kehren.“

Das sagte Jennifer Christie, Leiterin der Twitter-Personalabteilung in einem Interview zur Corona-Situation* und meint damit die Rückkehr aus dem Homeoffice in die zentralen Bürogebäude.
Andere Unternehmen denken ähnlich, selbst die Bundesregierung arbeitet nach vielen Jahren Diskussion plötzlich ernsthaft an einem Gesetz zur Flexibilisierung des Arbeitsplatzes.

Das würde die Bürostrukturen nachhaltig durcheinander wirbeln.

3. Am Büroschreibtisch sitzt jeden Tag jemand anderes.

Die Zeit der festen Büroplätze wird vorbei sein, Einzelbüros sind Luxus und bleiben der Chefetage vorbehalten.
Denn mehr Homeofficetage bedeuten weniger Präsenztage im Büro und damit weniger benötigte Arbeitsplätze. Die Folge ist, dass die vorhandenen Flächen umgerüstet werden, Meetingräume integriert und flexible Setups geschaffen werden.
Mitarbeiter kommen, suchen sich einen freien Platz und nehmen Ihre Arbeit abends mit nach Hause oder schließen sie in einen eigenen Spind vor Ort ein.

Übrigens: Viele Unternehmen arbeiten bereits so. Der Trend wird nur zur Normalität.

4. Das Büro der Zukunft wird nicht alleine von Architekten und ITlern eingerichtet.

Das alles bedeutet aber auch, die Konzeption von Bürogebäuden und Officeflächen wird komplexer. Neben den bautechnischen Maßnahmen sind Fragen nach Auslastung, Flexibilität und Technologie wichtig.

  • Räume müssen als Arbeitsbereich und Meetingpoint gleichzeitig dienen und dafür flexibel veränderbar sein müssen.
  • Telefonieren muss in nahezu jedem Bereich schnell möglich sein, dazu sind Telefonkabinen oder ruhige Ecken notwendig.
  • Akustikkonzepte sorgen dafür, dass Räume von zwei oder auch von 20 Personen genutzt werden können.
  • Der Wechsel zwischen Büroplätzen an hohen und niedrigen Tischen ermöglicht Mitarbeitern mit Rückenproblemen effektives Arbeiten.
  • Arbeitsplätze müssen erkennen ob sie genutzt werden oder nicht, damit ankommende Mitarbeiter sehen wo ein Arbeitsplatz frei ist.
  • Ein starkes WLan ist notwendig, da keine festen Rechner mit festem LAN-Anschluss zur Verfügung stehen.
  • Flipcharts, Whiteboards und andere Präsentationsflächen werden digital. Damit sie an jeden Ort geteilt und von überall aus gesteuert werden können. 

5. Für die Energie- und Kosteneffizienz einer Officefläche drängt Automatisierung stärker in den Vordergrund.

  • Licht, Heizung, Strom und Raumklima müssen automatisiert gesteuert werden, da eine Fläche morgens mit 10, nachmittags mit 50 und am nächsten Tag mit 80 Leuten genutzt wird.
  • Mit einer automatischen Zutrittskontrolle kann gesichert werden, dass Räume während Corona-ähnlicher Maßnahmen nicht überbelegt werden. Und gefährdete MitarbeiterInnen können vorab sehen, welche Bereiche besonders voll sind.

6. Last but not least: Die klassische Vermietung wird flexibler.

Unternehmen werden keine Mietverträge über 10 oder gar 20 Jahre mehr abschließen, da sie die Entwicklung der Officenutzung nicht mehr so weit in die Zukunft absehen können. Neue Technologien machen die Arbeit flexibler und mobiler. Bereits jetzt ist in Großstädten ein wachsender Leerstand von Büroflächen sichtbar. Der Trend wird sich stärker fortsetzen.
Für Makler und Eigentümer heißt das: Neue Konzepte müssen her! 

Erste Antworten liefern StartUps wie WeWork und Mindspace mit Full-Service-Offices, die monatsweise angemietet werden können. Bisher allerdings noch ohne den großen finanziellen Durchbruch. Um profitabel zu werden, wird sich der Markt hier neue Lösungen einfallen lassen, die Vermietern wie Mietern kosteneffizient und planbar Vorteile bieten. 

 

 

 

 

 

*Stern.de, „Ewiges Homeoffice: Twitter zeigt, wie sich die Arbeit nach Corona fundamental ändern könnte“, 13. Mai 2020

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